Episode 210: Conan, der Barbar (Conan the Barbarian), 1982

Aus heutiger Sicht wäre es einfach, CONAN komplett in den Boden zu stampfen: Survival of the Fittest, männliche Machtfantasien, Gewalt als einzige Lösung und Überhöhen eines “King of his own making” in wagnerischem Sound und Olympia-Ästhetik. Stimmt alles, wenn man es so lesen will, aber es ist halt nicht ganz so einfach. Denn hier gibt es einen weiten Spagat zwischen reduzierter Narration voller Auslassungen und nicht-eindeutigen Symbolen und der opernhaft untermalten, klar überhöhenden Ästhetik. Dann wird es nicht mehr einfach und wir werden zurückgeworfen auf die Widersprüchlichkeiten und den vorhandenen Genuss der “verbotenen” Ästhetik. Am Ende ist es 80er Jahre Kino auf hohem Niveau, das vieles anbietet, und viel mehr Nihilismus mitträgt, als es anfangs scheint.

Daten & Verfügbarkeit

Conan the Barbarian (Conan, der Barbar), USA 1982, Regie: John Milius

Wir haben die 2012er Blu-ray von Concorde gesehen – eher maue Bit-rate mit sichtbaren Artefakten in dunklen Szenen und die unbearbeiteten Extras der DVD-Veröffentlichung. Wenigstens zu letzterer ein riesiger Schritt voran, denn einige Details werden jetzt erst im Heimkino sichtbar.

Rechtliches

Für den Podcast wurden Soundeffekte der Seite Freesound.org verwendet (Beschreibungen in Englisch):

Thanks to all creators and the community of freesound.org!

Special Thanks

Ein besonderer Dank geht an Florian Hoffmann, der unseren bescheidenen Intro-Text wie ein Ereignis hat klingen lassen. Alle unsere Versuche, ihn mit Nachbearbeitung auf unser Niveau herabzuziehen, sind zum Glück fehlgeschlagen.

Eine Antwort auf „Episode 210: Conan, der Barbar (Conan the Barbarian), 1982“

  1. Hey ihr,

    Danke für das Gespräch über diesen Film. Ich bin ja totaler Conan Fan und habe alles, was Robert E. Howard zu ihm geschrieben hat gelesen, einschließlich Kull, den Prototypen zu Conan. Der Hollywoodverfilmung stehe ich allerdings etwas zwiegespalten gegenüber. Schwarzenegger bringt einen eher ziemlich tumben Barbaren rüber, Hollywood hat viel gute Fantasy leider ziemlich vermurkst. Geht man einen Schritt von der Romanvorlage zurück funktioniert dieser Film allerdings ganz gut. Schwarzeneggee hätte auch einen beliebigen anderen Barbaren spielen können. Die Romanvorlage war schnell, klug und neben einem Kämpfer auch ein hervoragender Dieb.

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