Episode 111: Die blonde Venus (Blonde Venus), 1932

Zusammenfassung

Twilight Years: 1930 wird in Hollywood der Hays Code als freiwillige Selbstkontrolle eingeführt. Die Studios müssen sich noch nicht der Selbstzensur unterwerfen, aber die Uhr tickt – 1934 wird der Code zur Pflicht. In diesen Jahren drehen Marlene Dietrich und Josef von Sternberg ihre großen gemeinsamen amerikanischen Filme, und dank der ambivalenten Zensurlage können sie die ganze Queerness und die Subversion des Berlins der 20er Jahre in den amerikanischen Film tragen. In dieser Folge geht es aber nicht nur um Geschlechterbilder, sondern auch um den Schauspielstil der Dietrich, Star-Prototypen und von Sternbergs atemberaubenden visuellen Stil. Und nicht zuletzt um die generische Wendigkeit dieser Filme: erst Frühlingsreigen als Komödie, dann Krankheitsmelodram, dann „Fallen Woman“-Film, und immer auch Pseudo-Autobiographie der Dietrich.

Wir entschuldigen uns für die leichten Brüche in der Ton-Qualität. Leider mussten wir die Folge remote aufnehmen. Das merkt man leider sofort.

Daten & Verfügbarkeit

Blonde Venus (de.: Die blonde Venus) USA 1932, Regie: Josef von Sternberg

Wir haben die UK-Disc aus der Indicator-Box Marlene Dietrich and Josef von Sternberg gesehen: die Sammlung gehört zu den allerbesten Veröffentlichungen des Jahres. Das Bild ist makellos, die Extras strömen wie aus dem Füllhorn, etc. etc. Unverzichtbar.

Rechtliches

Für den Podcast wurden Soundeffekte von der Seite Freesound.org verwendet (Beschreibungen in Englisch):

Thanks to all creators and the community of freesond.org!

Special Thanks

Ein besonderer Dank geht an Florian Hoffmann, der unseren bescheidenen Intro-Text wie ein Ereignis hat klingen lassen. Alle unsere Versuche, ihn mit Nachbearbeitung auf unser Niveau herabzuziehen, sind zum Glück fehlgeschlagen.

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